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Beständigkeit und Veränderung im Bezirk Westerwald

Dr. Rainer Kempf ist der neue Vorsitzende der Bezirksversammlung Westerwald – Bezirksdekan Peter Hofacker übernimmt Pfarrei in Wetzlar.
Beständigkeit und Veränderung im Bezirk Westerwald
Beständigkeit und Veränderung im Bezirk Westerwald
Dr. Rainer Kempf und der scheidende Bezirksdekan im katholischen Bezirk Westerwald Peter Hofacker. © S. Geller

Dr. Rainer Kempf aus Dernbach steht erneut an der Spitze der Bezirksversammlung im katholischen Bezirk Westerwald. Die konstituierende Versammlung des 14. Bezirkssynodalrats wählte Kempf bereits am 3. Juni im Forum St. Peter in Montabaur zum Vorsitzenden. Die Bezirksversammlung ist die gesellschaftliche Vertretung der Katholikinnen und Katholiken im Bezirk Westerwald. Gleichzeitig gab Bezirksdekan Peter Hofacker aus Westerburg bekannt, dass er den Bezirk verlassen werde. Zum 5. Juli wurde Hofacker mit der Leitung der Dompfarrei unserer Lieben Frau in Wetzlar betraut.

Während der konstituierenden Sitzung des 14. Bezirkssynodalrats gab es weitere Wahlen für den Bezirk sowie die Diözese: Stellvertretende Vorsitzenden der Bezirksversammlung ist Barbara Müller-Uhrmacher aus Siershahn. Außerdem wurden als Mitglieder der Diözesanversammlung Hermann-Josef Bode, Dernbach, Pfarrer Ralf Hufsky, Westerburg, Claudia Hülshörster, Montabaur, Wiegand Otterbach, Höhr-Grenzhausen, Judith Straub, Staudt, und Clemens Hermann Wagner aus Müschenbach gewählt.

Die gewählten Vertreter der Pfarreien bilden gemeinsam mit Abgesandten der hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern, Priestern und Diakone den Bezirkssynodalrat. Dort ist der Bezirksdekan Vorsitzender. In den Vorstand dieses Gremiums wurden Pastoralreferent Andreas Kratz, Herschbach, Paul Lehnhäuser, Höhn-Schönberg, und Miriam Rex aus Gemünden gewählt. Der Bezirkssynodalrat leitet im Zusammenwirken mit dem Bezirksdekan den katholischen Bezirk.

Nach zweieinhalb Jahren gibt Bezirksdekan Peter Hofacker das Amt als Bezirksdekan auf: „Ich war gerne im Westerwald, habe hier die Menschen sowie Kolleginnen und Kolleginnen sehr schätzen gelernt und einiges im Miteinander tun können“, so der scheidende Bezirksdekan. In seiner Amtszeit sei die Frage, wie die Kirche im ländlichen Raum zukunftsfähig und Pfarrer von Verwaltungsaufgaben entlastet werden können, ein wichtiges Anliegen gewesen. Dazu gehörte auch, so Hofacker, auf Bistumsebene dem Bischof und der Bistumsleitung immer wieder die Lebens- und Arbeitswirklichkeit in den Pfarreien zu verdeutlichen. Dr. Kempf dankte Hofacker für seinen engagierten Einsatz im Bezirk. Das ökumenische Miteinander sei, gerade im Blick auf den Ökumenischen Kirchentag im kommenden Jahr in Frankfurt, durch Bezirksdekan Hofacker verstärkt worden.

In einem Blick auf die kommende Amtszeit wurden als wichtige Themen die Zukunft der Bezirke im Bistum, und der Ökumenische Kirchentag genannt. Es gelte auch, so die Synodalen, darauf zu schauen, wie in den Gemeinden in den vergangenen Monaten der Corona-Beschränkungen der Kontakt zu den Menschen gehalten werde. Als weiterer Schwerpunkt wurden die Besuche von Bischof Dr. Georg Bätzing im Bezirk, seinen Einrichtungen und den Pfarreien des Westerwaldes im Jahr 2021 genannt.

Bischof Dr. Georg Bätzing wird nach den Sommerferien das Benennungsverfahren für einen neuen Bezirksdekan anstoßen. Dazu werden alle hauptamtlichen Seelsorger und die Mitglieder des Bezirkssynodalrates um Namensvorschläge gebeten. Nach einem Kontaktgespräch mit dem Bezirkssynodalrat erfolgt eine Ernennung. Bis zum Abschluss dieses Verfahrens wurde Domkapitular Georg Franz, Personaldezernent des Bistums, zum kommissarischen Bezirksdekan ernannt.