Kategorien &
Plattformen

Kirchenentwicklung 2019

Kirchenentwicklung 2019
Kirchenentwicklung 2019

Bischof Georg gibt Anstoß für Entwicklungsdialog

Bischof Georg hat die Bezirke des Bistum aufgefordert in einen (oder viele) "Entwicklungsdialog(e)" zu treten: Den Blick zu weiten auf die Welt hin, die uns umgibt. Hinter die Dinge, die Fassaden zu schauen und die "Freude und Trauer, Hoffnung und Angst der Menschen" zu sehen. Nicht zu warten, dass die Menschen zu uns kommen. Sondern zu ihnen hin zu gehen. Zu fragen, was wir ihnen Gutes tun können. Und wahr zu nehmen, was sie Gutes haben und auch mit uns teilen wollen. "Mehr als Du siehst!" - so titelt die Bistumsinitiative.

Und der BSR Westerwald hat diese Anregung aufgegriffen und für das Jahr 2019 drei Vorstöße in die uns umgebende Welt gewagt. Kurze Berichte davon werden hier erscheinen. Herzlichen Dank allen Beteiligten!

Auch die Klausurtagung der Hauptamtlichen hat sich diesem Thema gewidmet unter dem Motto: "Wir haben Gottes Spuren festgestellt ..."

Arbeitsgruppe 2: Dialog mit "Menschen guten Willens"

Die Arbeitsgruppe gab sich den Titel: "Gemeinsam mit Menschen guten Willens zum Wohl der Menschen und der Schöpfung" 

Sechs Mitglieder des BSR trafen sich nach dem geistigen Einstieg in den Entwicklungsdialog und überlegten, in welcher Form es möglich ist, diesem etwas sperrigen Titel gerecht zu werden. Grundlage und Ziel einer Aktion sollte die "gegenseitige Bereicherung" sein. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

* Menschen guten Willens treten in Dialog und hören voneinander
* Aufeinander zugehen und Berührungsängste abbauen
* Wertschätzung gegeneinander zeigen und leben
* Wie nehmen wir uns wahr?

Jedes Mitglied der Arbeitsgruppe sollte einen Menschen mitbringen aus einer "Lebenswelt", die uns als katholischem Bezirk im Westerwald nicht sehr nahe steht. So kamen am Abend des 9. Januars in der "Denk-Bar" der Pfarrei Wirges dann 12 Personen zu einem "Erzähl-Cafe" zusammen: Eine geflüchtete Muslima, eine engagierte Umweltschützerin, eine zur evangelischen Kirche konvertierte junge Frau, ein am AIDS-Gottesdienst Beteiligter, eine evangelische Engagierte aus Flüchtlingshilfe & Tafelprojekt, eine vegan lebende und food-sharing betreibende Studentin. Und natürlich sechs Mitglieder des BSR, mit ganz unterschiedlichen kirchlichen und privaten Biographien.

Wie immer war die Zeit für den sehr anregenden und informativen Austausch viel zu kurz. Aber alleine die Vielfältigkeit des Engagements und die Vertrautheit begeisterter Menschen zu erleben, war ein bleibender Gewinn des Abends. Viele etwaige Vorbehalte und Unkenntnisse konnten mit einer großen Leichtigkeit überwunden werden. Der Wunsch und die Freude an einer weiteren Zusammenarbeit war allen an zu merken. Wie diese sich aber gestalten könnte, wäre eine Aufgabe für den scheidenden oder neu gewählten Bezirkssynodalrat.

Auf jeden Fall: ein gelungener erster Blick, der uns hat viel mehr sehen lassen, als wir erwarteten.